Bordeaux/AC Pomerol

Das Weinanbaugebiet des Pomerol umfasst in etwa 800 Hektar und ist, verglichen mit den Pendants aus dem Medoc sehr flach. Es liegt unmittelbar in der Nähe der altertümlichen Hafenstadt Libourne mit dem Wahrzeichen, dem hohen Kirchturm. Große Anwesen gibt es kaum im Pomerol, vielmehr existieren sehr viele kleine Weingüter, welche selten mehr als 10 Hektar an Weinbergslagen besitzen. Pomerol Weine und deren Erzeuger weisen den niedrigsten Hektarerträge aller Bordeaux Appellationen auf. Jedoch haben die Weingüter des Pomerol Gebietes klangvolle Namen. Chateau Petrus ist der Inbegriff für roten Bordeaux Wein und einer der teuersten Weine der Welt, aber die weiteren Erzeuger sind fast ebenso berühmt: Zu nennen sind hier Trotanoy, Clinet, La Conseillante, Gazin, Veux Chateau Certan oder Chateau Lafleur. Von allen Weinen im Bordeaux Gebiet haben die Pomerol Gewächse den höchsten Merlot Anteil. Von 800 Hektar sind 80 % mit Merlot bepflanzt, die restlichen 20% sind mit Cabernet Franc bestückt. Heute zählt das Pomerol Anbaugebiet zu den begehrtesten und berühmtesten der ganzen Bordeaux Region. Über die Jahrhunderte hinweg hatten Pomerol Weine nur einen kleinen Bekanntheitsgrad und standen immer im Schatten von Medoc, Graves und sogar St. Emilion. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts zeigten sich erste Erfolgstendenzen für die Pomerol Weine. Gerade die Spitzen Pomerol Weine bestechen durch ihre voluminöse, fleischige Beerenfrucht und die tolle Würze schon in jungen Jahren. Sie sind teilweise in der Jugend schon ansprechend zu trinken, entwickeln sich mit dem Alter aber zu monumentalen Gewächsen mit hohem Alterungspotential. Im Geschmack unterscheiden sich die Weine deutlich von den Medoc oder Graves Gewächsen.