Côtes du Rhône / Côte Rôtie

Die Côte Rôtie ist ein kleines und berühmtes Weinbaugebiet im nördlichen Teil der Weinbauregion Rhône. Der Name bedeutet „Geröstete oder gebratene Hänge“ und beschreibt anschaulich die sonnenüberfluteten, steil terrassierten Weinberge. Das Gebiet der Appellation umfasst 224 Hektar Anbaufläche Seine Verwitterung schafft zahlreiche feinste Risse und Spalten, die den Wurzeln der Weinreben ein tiefes Eindringen ermöglichen. Das Klima des nördlichen Rhônetals stellt eine Mischung kontinentaler und mediterraner Einflüsse dar. Die Sommer sind heiß und trocken, lediglich Gewitter bringen Niederschläge. Das Mikroklima der Côte Rôtie besitzt zwei Besonderheiten. Bedingt durch den Verlauf der Rhône von Nordosten nach Südwesten besitzt sie eine ganze Reihe amphitheaterartig nach Süden ausgerichteter Lagen. Ein regelmäßig auftretender lokaler Nordwind, die Brise schützt die Reben jedoch vor zu großer Hitze. Die Côte Rôtie ist in zahlreiche, nur wenige Hektar große Einzellagen aufgeteilt. Die meisten Erzeuger stellen nur einen Côte Rôtie als Cuvée verschiedener Parzellen her. Die berühmtesten Weine stammen jedoch aus Einzellagen. Für den stets roten Côte Rôtie sind zwei Rebsorten zugelassen. Zum einen Syrah mit mindestens 80 % und Viognier mit maximal 20%. Seitdem bessere Kellertechniken die ungebändigte Kraft der Syrah beherrschen, nimmt der Anteil des weißen Viognier ständig ab.