Domaine du Pegau / Paul & Laurence Feraud

Erst seit 1987 füllt die Familie Feraud ihren eigenen Wein ab. Davor wurde die gesamte Ernte an die großen Handelshäuser des Rhone-Tals verkauft. Der mutige Entschluss von Paul und seiner ehrgeizigen Tochter Laurence wurde durch den spektakulären Aufstieg der Domaine bestätigt. Seit 1987 werden die Weine von Pegau überschüttet mit Preisen und Auszeichnungen. Nicht sehr erstaunlich, denn Pegaus Chateauneuf du Pape hat sich sozusagen sofort zu den Klassikern der Appellation erhoben. Das Volumen der Weine von Henri Bonneau, die Persönlichkeit von Chateau Rayas, das Gleichgewicht von Beaucastel, Pegau ist von alle dem eine perfekte Synthese. Grundlage ist sicherlich die überragende, akribische, biologisch organische Weinbergsarbeit, auf die Zertifizierung legt man jedoch keinen Wert. Die Chateauneuf werden nicht in neuem Holz, sondern nur in großen Holzfudern ausgebaut. Die traditionellen Produkte dieses 12 Hektar großen Gutes werden einstimmig als immense, besonders aromatische, noble Weine geachtet, versehen mit einem außerordentlichen Alterungspotenzial.

Rotwein

2012 Châteauneuf-du-Pape Cuvee Reserve, Pegau

 

Rebsorten:          80% Grenache

                            15% Syrah

                             5% Mourvedre       

Reifung:               Holzfaß

Inhalt:                  0,75 l Flasche

Beschreibung:

Auf Pégau wird nach alter Methode vinifiziert. Keine Kaltmazeration, immer Ganztraubenvergärung, d.h. immer mit Stielen und Stängeln. Eine Methode, die in der heutigen Zeit langsam wieder „en vogue“ wird. Janasse, Tardieu und andere Größen machen es teilweise schon wieder, die Top-Burgunder haben es nie ganz aufgegeben. Auf Pégau wird nur Spontanvergärung mit der natürlichen Hefe praktiziert. Im Weinberg wird biologisch organisch gearbeitet. Das Weingut wird jedoch nicht zertifiziert, wie bei vielen der besten Weingüter wird Bio praktiziert so lange es geht, man möchte jedoch freie Hand für extrem schwierige Jahre wie letztmalig 2002 behalten. Die wesentlichen Merkmale, Ganztraubenvergärung, biologische Weinbergsarbeit, Spontanvergärung und die Beschränkung auf große alte Holzfässer sind sicherlich die essenziellen Gründe für die extrem interessante, individuelle, erdige, natürliche Stilistik der Weine von Pégau, die stilistisch den großartigen Weinen der mit ähnlicher Philosophie auf vergleichbarem Terroir arbeitenden Vieille Julienne ähneln. Der 2012er ist über vier Wochen vergoren mit anschließendem mehrwöchigen Verbleib auf der Schale. Schon die Nase des schwarzen Weins entspricht dem wollüstig duftigen Jahrgang. Unmengen hocharomatische reife Frucht, eingekochte schwarze Kirsche, Amarena, süße Pflaumen, eine dichte Wolke strömt aus dem Glas, Schlehe, schwarze Erde, Wacholder, Lorbeer, würziges Koriander, süßer Pflaumensirup. Feine kalkige Mineralität. Alles intensiv und schwebend aber ohne Fett und Schwere. Erotisch trifft es am Besten. Der Mund erinnert in seiner kraftvollen Üppigkeit sofort an 2010, etwas duftiger vielleicht und etwas weniger maskulin. Feiner, femininer, rubenshafter. Diese reife Frucht umhüllt alles. Ein extrem leckerer, schokoladig erdiger, sahnig üppiger Châteauneuf mit ultrafeinen und eher samtigen als seidigen Tanninen. So viel Spaß schon vom Fass, das ist immer das Signal für was Großes. Toller Kirsch-Pflaumen-Erde-Schoko-Saft! Die Klasse des 2010 mit mehr Frucht, Charme und Weiblichkeit. H. Lobenberg

Preis/Genuss:           98

59,50 €
79,33 € / L
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2011 Châteauneuf-du-Pape Cuvee Reserve, Pegau

 

Rebsorten:          80% Grenache

                            15% Syrah

                             5% Mourvedre       

Reifung:               Holzfaß

Inhalt:                  0,75 l Flasche

Beschreibung:

Ein Jahr mit guter Menge, sowohl in der Qualität als auch in der Quantität vergleichbar mit 1997. Schöne reife Frucht, aber nicht die Massivität und das fette Tannin der Jahre 2009 und 2010. Ein feiner Wein mit frischer, intensiver Mineralität, eine echte Delikatesse. Schöne erdige Noten, feine süße Kirsche, frische Zwetschge und Maulbeere in der Nase, im Mund sehr schön reif, dunkle Erden und Milchschokolade belegen den Mund. Das Ganze mit lebendiger Säure unterlegt. Sehr harmonischer und doch nicht so überstrukturierter Wein wie die zwei Jahrgänge davor. Deutlich besser als der zu etwas Unreife neigende 2008er. Auch den mineralischen 2006er mag er in seiner charmanten Art etwas übertreffen. Insgesamt ein sehr gelungener Jahrgang. Wie zuvor gesagt, er erinnert am ehesten an 1997 mit einer Feinheit des 2006er, sehr schöne Länge mit feiner Säure im Nachhall, der Wein ist toll zu trinken und macht viel Spaß.

Preis/Genuss:           94+

49,95 €
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  • 1 kg
  • nur noch begrenzte Flaschen vorhanden
  • Hersteller=Erzeuger/Winzer
2009 Châteauneuf-du-Pape Cuvee Laurence, Pegau

 

Rebsorten:          80% Grenache

                            15% Syrah

                            5% Mourvedre       

Reifung:               Holzfaß

Inhalt:                  0,75 l Flasche

Beschreibung:

Dieser Wein ist die wirkliche Reserve der Domaine, eine Fassauswahl. Diese besten selektierten Fässer aus der Gesamtproduktion werden länger ausgebaut in speziellen großen Tonneau, zum Teil auch im etwas kleineren Holz. Diese zwei Jahre mehr Ausbau im Holz machen den Unterschied. Der Wein ist durch den längeren Ausbau naturgemäß etwas heller als die Cuvee Reserve. Auch die Charakteristik in der Nase geht mehr von der schwarzen Frucht zur roten reifen Frucht. Reife Waldbeeren mit reifer Pflaume, etwas frische Zwetschge, Holz- und Ledernoten, Zimt, Zedernholz, auch ein wenig exotische gelbe Frucht, weich, charmant, sehr verspielt und komplex. Da es im Jahr 2009 keine Cuvee da Capo gab, verbirgt sich in der Cuvee Laurence 2009 dieser Teil der besten und ältesten Reben. Der Mund ist weich und hat gleichzeitig viel Gripp, große Länge, rassige frische Säure, aber daneben auch schöne Reife, Töne von roten Waldbeeren, Praline, Milchschokolade, immer wieder fein zurückkommend. Ein sehr eleganter, geschliffener, archetypischer Chateauneuf, der viel Spaß macht, dem vielleicht etwas die vordergründigen Druckmomente der Cuvee Reserve fehlen, der aber dafür extrem ausgewogen ist. Ein wirklich Freude machender, extrem köstlicher, trinkiger und von Beginn an trinkreifer Chateauneuf du Pape. H. Lobenberg

Preis/Genuss:        98

98,95 €
131,93 € / L
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  • 1 kg
  • leider ausgetrunken/ausverkauft
2010 Châteauneuf-du-Pape Cuvee da Capo, Pegau

 

Rebsorten:          80% Grenache

                            10% Mourvedre

                            5% Syrah

                            5% Cinsault

Reifung:               Holzfaß

Sonstiges:            100 Jahre alte Reben 

Inhalt:                  0,75 l Flasche

Beschreibung:

Dieser Wein besteht aus den ältesten Reben des Weingutes. Der Plot ist mit über 100 Jahre alten Reben bestockt. Ungefähr 80% Grenache, 10% Mourvedre, 5% Syrah und 5% Cinsault. Natürlich wird auch dieser Wein zu 100 % in ganzen Trauben mit allen Stielen und Stängeln vergoren, auch ohne Kaltmazeration, was erstaunt, denn der Wein ist fast schwarz. Die alten Reben sorgen noch einmal für eine tiefere, noch schwarzfruchtigere, noch erdigere Nase, würzig, Lebkuchen, Lakritze, unglaublich dicht, voll und vielschichtig, aber nie fett. Der Jahrgang 2010 ist wirklich ein Wunderwerk in Frische und Feinheit. Alles einnehmend, extrem charmant, dicht, tiefe Würze steigt in die Nase. Dann kommen auch dunkle rote Beeren, rote Waldbeeren, Brombeere, Holunder. schwarze Erde und ein wenig gelbe Frucht. Der Mund ist die reine Freude, es ist jetzt nicht die erwartete Explosion, sondern eher die extrem tiefe, alles einnehmende Überwältigung mit toller Frische. Ein da Capo, der deutlich mehr von der Säure geprägt ist als alle Vorgänger, alles auskleidend mit extremem Charme, sehr viel üppige schwarze Frucht, satte süße schwarze Kirsche und Maulbeere, aber auch rote Frucht, weiches Teer, Cassis, Brombeere, Blaubeere, aber nie überwuchtig, immer fein, immer geschliffen. Extreme, aber butterweiche Tanninmassen - total poliert. Der erste da Capo, der kein Blockbuster ist, sondern ein wirklich großer, langer, tiefer Wein, mit einem extrem feinen, salzigen, mineralischen, von Steinen geprägten Nachhall, über zwei Minuten verweilend. Immer wieder mit roter, schwarzer, gelber Frucht nachhallend und immer wieder diese tolle salzige Mineralität, so ungeheuer pikant zu der üppig tiefen erdigen Frucht, berauschend in seiner Schönheit, ein Wein, der am ehesten an den biodynamischen Reserve-Wein von Vieille Julienne erinnert in seiner erdigen, fast dramatischen Natürlichkeit. Ich habe in meinem Sortiment einige grandiose 2010er Chateauneuf mit sensationeller Komplexität, nie da gewesener Finesse und dramatischer Mineralität. Aber um es auf den Punkt zu bringen: Nur der da Capo und die Reserve von Vieille Julienne vermitteln unmittelbar und jedem den Gesamteindruck: Nichts ist zu verbessern, alles passt, so muss ein großer Wein sein! Großer Stoff in seiner fantastischen Eleganz und Finesse.

328,00 €
437,33 € / L
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  • 1 kg
  • leider ausgetrunken/ausverkauft