Rhône / Côtes du Ventoux

Das Weinanbaugebiet Côtes du Ventoux liegt im südlichen Abschnitt der Weinbauregion Rhône. Die Appellation, trägt seit dem 27. Juli 1973 den Status einer Appellation d'Origine Contrôlée, kurz AOC. Die AOC Côtes du Ventoux ist im Volumen die zweitgrößte Appellation des Rhônetals. Der Ertrag beläuft sich heute auf jährlich fast 330.000 Hektoliter, mit steigender Tendenz. In den letzten fünf Jahren ist der Export der Côtes de Ventoux-Weine mengenmäßig um 75 Prozent gestiegen. Der 1912 Meter hohe Mont Ventoux ist nicht nur geographischer Höhepunkt und Wahrzeichen seiner Region, er ist auch Namensgeber für fruchtige aber auch lagerfähige Qualitätsweine, die an seinen südlichen und westlichen Ausläufern gedeihen. Als Hauptrebsorten sind Grenache, Carignan, Syrah und Cinsault gepflanzt. Die Weinberge umfassen knapp 7.700 Hektar Rebfläche und liegen in 51 Gemeinden am linken Ufer der Rhône, jedoch einige Kilometer landeinwärts. Mit seiner mehr als 2000 Jahre alten Weinbautradition gehört das Anbaugebiet an den Ausläufern des Bergmassivs des Mont Ventoux, das von der UNESCO jüngst zum Biosphärenreservat erklärt wurde, zu den ältesten in Frankreich. An den steinigen Steilhängen des Mont Ventoux liegen die nach Süden ausgerichteten Rebhänge auf einer Höhe zwischen 100 und 400 Metern über dem Meeresspiegel. Sie sind in eine sanfte, liebliche Hügellandschaft eingebettet und von der Sonne verwöhnt. Das Bergmassiv des Mont Ventoux hält die kräftigen und kalten Mistralwinde zurück. Kühlende Fallwinde wirken sich günstig auf das sonst mediterran geprägte Klima aus. Mit den Klöstern und Mönchen des Mittelalters kam die hohe Kunst des Weinbaus und der Weinbereitung. Im 13. und 14. Jahrhundert waren die Weine des Ventoux an den Tafeln der Päpste in Avignon vertreten. Aber auch die gekrönten Häupter Frankreichs wussten die Qualität der Weine aus dem sonnigen Süden des Landes zu schätzen.