Champagne

Das Weinanbaugebiet ist durch ein Gesetz aus dem Jahre 1927 auf ca. 34.500 Hektar begrenzt. Davon sind gut 30.500 Hektar ertragsfähig. Das entspricht nur gut 3% der Weinbaufläche Frankreichs. Außerhalb dieses Gebietes darf kein Champagner produziert werden. Durch die geographische nördliche Lage der Champagne ist Rebanbau nur unter schwierigen klimatischen Bedingungen möglich. Das milde Mikroklima und der wärmespeichernde Kreideuntergrund ermöglichen die Rebenkultur. Aufgrund seiner Ausdehnung von rund 150 km ist das Gebiet nicht homogen. Nicht nur die Mikroklimate, sondern auch die Bodentypen sind unterschiedlich. Es wird daher in verschiedene Weinbauregionen eingeteilt, deren wichtigste Montagne de Reims, Vallée de la Marne, Côte des Blancs und Côte des Bar sind. Das Hügelland von Reims besitzt erstklassige Pinot Noir Reblagen, deren Trauben das prägende Himbeeraroma auszeichnet. Die anderen genannten Regionen kultivieren eher die Rebsorten Pinot Meunier, eine noch dunklere Verwandte des Noir und vor allem die Sorte Chardonnay. Auf den Kalkhängen der Weinregion Côte de Blancs gedeiht sie vortrefflich und in den Kellern von Reims lagern die bekanntesten und teuersten Gebietsverschnitte. Die Mischung der Sorten bestimmt den Charakter des jeweiligen Champagners. In einem Teil der Champagne, der Côte des Blancs, werden vorzugsweise sortenreine Chardonnay Cuvées hergestellt, die Blanc de Blancs.