Roussillon

Die weich gewellte Hügellandschaft mit ihren rebenfreundlichen Schieferböden reicht von den Ausläufern der Pyrenäen bis nach Perpignan, der umtriebigen Hauptstadt des Roussillon. Eine Kopfdrehung, und die gewaltige Größe des 2784 Meter hohen Canigou versperrt den Horizont. Seit Ludwig XIV. sich 1659 mit entsprechenden Drohgebärden den nördlichen Teil Kataloniens einverleibt hat, markiert der Kamm des Gebirges die Grenze zwischen Spanien und Frankreich. Über den Weinbergen der Aspres flirrt die Luft. Jedes Jahr aufs Neue bricht das Thermometer alle Hitzerekorde. Die intensive Sonnenstrahlung, die von den Pyrenäen geschützte Lage und vom Meer wehende Winde sorgen für ein gesundes Lesegut mit sehr reifen Trauben, die das Roussillon, wie der nördliche, französische Teil Kataloniens seit dem siebzehnten Jahrhundert heißt, zum Land der natursüßen Weine bestimmen. Die Gegend produziert aber vor allem Rotweine, ein großer Teil des Tafelweines und der größte Anteil der Landweine (Vin du Pays). Es sind die perfekten Alltagsweine. Seit einigen Jahren wurden beträchtliche Bemühungen unternommen, um die Qualität des Weines durch Neubepflanzungen mit anderen Rebsorten wie der Grenache und der Cinsault zu verbessern.