Südwestfrankreich

Die Weinbaugebiete dieser großen Region mit rund 160.000 Hektar Rebfläche zählen zu den ältesten Frankreichs. Rein geographisch und auch historisch gesehen zählt zum Südwesten Frankreichs das gesamte Gebiet zwischen dem die östliche Grenze bildenden Zentralmassiv und der Atlantikküste im Westen bis in den Süden zu den Pyrenäen an der Grenze zu Spanien. Die Weine aus dieser Weinbauregion standen aber lange Zeit im Schatten des Bordelais. Der Weinverkauf erfolgte vom Hafen in Bordeaux aus und alle anderen Gebiete mussten so lange warten, bis der komplette Wein aus Bordeaux verschifft war. Man bezeichnet Südwest-Frankreich auch als „Reben-Museum“, denn nirgendwo anders gibt es so viele autochthone Rebsorten wie hier, die zum Teil uralt sind und zunehmend wieder neu kultiviert werden. Die wohl größte Gemeinsamkeit des riesengroßen Gebietes ist das atlantische Klima. Es gibt viel Feuchtigkeit im Winter und Frühjahr, warme Sommer und lange, sonnige Herbste. Man unterscheidet die Region in fünf größere Teilbereiche, die sehr unterschiedliche Weinstile mit eigenständigem Charakter produzieren. Im Zentrum liegt die berühmte Weinbrand Region Armagnac. Der Norden wird vom großen Bereich Bergerac dominiert, südlich davon liegt Cahors. Im Osten liegt das geschichtsträchtige Gaillac. Und in der Südwestecke am Rande der Pyrenäen befinden sich die zwei berühmten Bereiche Jurançon und Madiran.