Friaul-Julisch Venetien

Friaul, im äußersten Nordosten Italiens mit Grenzen zu Österreich und Slowenien, ist aus der römischen Kolonie Alquileia entstanden. Ihre Grenzlage setzte die Region häufig wechselnden Landesherren aus, die auch den Weinbau nachhaltig beeinflussten. So wachsen heute neben heimischem Tocai Friulano, Ribolla, Malvasia, Verduzzo, Picolit oder Refosco auch Riesling, Traminer, Müller-Thurgau, Blaufränkisch und andere internationale Rebsorten. Eine außergewöhnliche Vielzahl an Weinen wird sortenrein ausgebaut. Noch bis Mitte der 60ziger Jahre wurde 80 % Rotwein bereitet. Mit der Einführung moderner Weinbautechniken, entwickelte sich das Friaul jedoch rasch zum Zentrum frischer, fruchtbetonter Weißweine, die bis heute zum Besten Italiens gehören.