Toskana/Nördliche Maremma

Die Maremma, der schmale Küstenstreifen der Toskana gegenüber der Insel Elba, entwickelte sich erst in den vergangenen 30 Jahren zu jenem dynamischen Weinbaugebiet, das man heute kennt. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war die Gegend eine mit dem Tyrrhenischen Meer zusammenhängende Sumpflandschaft, in der die Malaria grassierte. Ihr Name leitet sich von Marisma, sumpfiges Küstenland, ab. Erst die 1830 einsetzende, etappenweise bis 1940 fortgesetzte Trockenlegung machte den Weinbau möglich. Lange Zeit aber produzierte die Maremma nur rustikale, einfache Tafelweine, die kaum je in den Export kamen. Erstmals Aufsehen in Bezug auf Qualität erregte die Region in den 70ziger Jahren mit dem mittlerweile Kultstatus genießenden Wein Sassicaia, dem Urvater der Super Toskaner, also jener wuchtigen Weine aus bis dato für die Toskana untypischen französischen Rebsorten.