Portugal

Bis in die 80er Jahre des 19. Jahrhunderts war es den kleinen Quintas des Dourotals (und fast nur dort gab es große Rotweine) nicht erlaubt, trockene Rotweine zu keltern und erst recht nicht unter eigenem Namen zu vermarkten. Per Gesetz musste alles an die großen Portwein-Shipper verkauft werden. Aber dann: Europa! Freiheit, Offenheit, Demokratie. Schluss mit der Wettbewerbsverzerrung, Freiheit für jede Quinta. Das mussten viele Weingüter trotz riesigen Potenzials erst lernen, und so ist es kein Wunder, dass es in ganz Portugal (der Süden blühte erst nach der Sogwirkung durch das befreite Douro auf) nach 20 Jahren Freiheit maximal 30 Spitzenerzeuger gibt. Und wie ist dann die Qualität verteilt?