D.O. Toro

 

Die D.O. Toro ist eines der spanischen Anbaugebiete entlang des Flusses Duero, wie Ribera del Duero, Cigales und Rueda. In diesem Bereich Kastiliens hat in den vergangenen 20 Jahren eine Struktur Veränderung stattgefunden, die man als Wiederentdeckung alter Qualitäten bezeichnen könnte. Das Weingebiet Toro ist nach der gleichnamigen Kleinstadt benannt. In der Weinregion Toro herrscht trockenes Kontinentalklima mit etwas atlantischem Einfluss. Die Sommer sind trocken und heiß, die Winter recht lang, hart und ebenfalls trocken. Die Böden sind allgemein locker und durchlässig, von braun gelblicher oder braun rötlicher Farbe, mit einem hohen Sandanteil, teilweise auch kalkhaltig und in den besten Lagen mit recht hohem Eisengehalt. Die Tinta de Toro ist eine nahe Verwandte der Tempranillo. Unter den harten Witterungsbedingungen hat sie jedoch im Lauf der Jahrhunderte einen eigenen Charakter entwickelt. Die Frucht ist von mittlerer Größe und damit etwas kleiner mit einer dickeren Schale als die Beere ihrer berühmten Verwandten. Ihre Farbe ist blauschwarz. Die Weine duften kräftig nach Brombeeren und reifen Kirschen. Der Säuregehalt ist in der Regel niedriger als der der Tempranillo. Über die Hälfte aller Tinto de Toro-Reben stehen auf wurzelechten Rebstöcken.

Am Rande der Region produziert Alejandro Fernández seit 1998 seinen Dehesa La Granja. Seit 2001 hat auch Vega Sicilia seinen Pintia endlich auf den Markt gebracht.